Die Planung der Unternehmensnachfolge sollte frühzeitig beginnen, idealerweise gut zehn Jahre vor dem geplanten Übergabetermin. Die Regelung der Nachfolge betrifft jeden Unternehmer früher oder später und erfordert sorgfältige Vorbereitung sowie weitreichende Entscheidungen. Der Prozess ist komplex und lässt sich sinnvoll in vier Phasen gliedern.
Frühzeitig die Weichen stellen
Es gibt keinen Firmeninhaber, der ewig in seinem Unternehmen arbeiten kann. Irgendwann steht der Zeitpunkt an, Verantwortung und Kontrolle an eine Nachfolge zu übergeben, idealerweise an eine Person, die Vertrauen genießt und das Unternehmen im Sinne des bisherigen Inhabers weiterführt. Dabei geht es nicht nur um persönliche Perspektiven, sondern auch um Stabilität für Mitarbeiter, Kunden und Partner. Gleichzeitig kann es jederzeit zu unerwarteten Entwicklungen kommen, die eine kurzfristige Regelung erforderlich machen. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der Nachfolge schafft hier Handlungsspielraum und Sicherheit.
Familieninterne Nachfolge oder neuer Gesellschafter?
Grund genug, schon jetzt darüber nachzudenken, welche Konstellation Sie für die beste halten. Gibt es vielleicht die Möglichkeit einer familieninternen Nachfolge? Oder wäre einer Ihrer Mitarbeiter geeignet? Auch wenn ein neuer Gesellschafter von außen einsteigen soll, um die Firma zu übernehmen, müssen Sie dies planen und vorbereiten. Steuerliche Fragen sind zu klären und bilanztechnische Gesichtspunkte sind zu beachten. Da dieser Prozess zeitintensiv ist und teilweise bis zu 10-jährige steuerliche Fristen zu berücksichtigen sind, zahlt sich eine frühzeitige Planung aus – insbesondere, um auch bei kurzfristigem Handlungsbedarf vorbereitet zu sein.
Die 4 Phasen der Nachfolgeplanung
In unserer Praxis hat es sich bewährt, den Prozess der Nachfolgeregelung in vier Phasen zu gliedern. Wir begleiten Sie gerne bei den verschiedenen Themenstellungen, die in diesen Phasen anstehen – mit dem sachlichen Bick, der dabei geboten ist.
1. Vorbereitung
Zu Beginn stehen die Klärung Ihrer persönlichen und unternehmerischen Ziele sowie die Definition der Rahmenbedingungen. Daraus entsteht ein erster Stufenplan mit zentralen Eckpunkten.
2. Positionsbestimmung für Unternehmen und Unternehmer
Anschließend bewerten wir Ihre aktuelle strategische Ausrichtung und Marktposition. Gemeinsam halten wir die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen fest. Wir bewerten die Firma, die Finanzkraft und das Finanzierungspotenzial. In dieser zweiten Phase können wir auch die Potenziale Ihrer möglichen Nachfolger erfassen.
3. Ein individuelles Nachfolgekonzept entwickeln
Auf Basis der Analyse werden unterschiedliche Nachfolgeoptionen geprüft und ein individuelles Konzept entwickelt. In dieser Phase ist das zukünftige Bild häufig noch nicht vollständig klar, genau hier setzt die strukturierte Konzeptarbeit an. Schritt für Schritt entsteht ein klares Zielbild für die Nachfolge, das Orientierung gibt und als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen dient.
Dieses Konzept berücksichtigt sowohl persönliche Wünsche als auch wirtschaftliche und strukturelle Anforderungen. Ergänzend werden Übergabeschritte, Meilensteine und mögliche Notfallszenarien definiert. Nach Abschluss dieser Phase liegt ein belastbarer Nachfolgeplan vor.
4. Umsetzungsphase
In dieser Phase beginnt die eigentliche Umsetzung: Ihr Nachfolgeprozess kommt in die heiße Phase. Wir moderieren für Sie den Übergangsprozess und begleiten die Gespräche. Ihr Nachfolger oder Ihr Nachfolgeteam wird schrittweise an seine neue Rolle herangeführt, Verantwortung wird übergeben und die notwendigen vertraglichen sowie steuerlichen Regelungen werden umgesetzt. Sie können die operative Führung übergeben und Ihren Einfluss zurücknehmen.
Ihre kostenlose Unternehmerstunde
Gerne besprechen wir mit Ihnen eine mögliche Nachfolgeplanung für Ihr Unternehmen auch in einer kostenlosen Unternehmerstunde. Vereinbaren Sie einfach einen Termin!
